Wort des Monats
Leitartikel des Gemeindebriefes
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Menschen begegnen oder Fassaden pflegen?
Meine letzten Tage waren stark geprägt von den „Tagen der Begegnung“, einer Veranstaltung in Berlin, bei der junge Christen und gestandene Politiker über Werte und Verantwortung ins Gespräch kommen konnten. Ich hatte die Chance dabei zu sein und Leute wie Dr. Philip Rösler, Katrin Göring-Eckardt, Hermann Gröhe und Otto Fricke kennen zu lernen. In Gesprächen und Vorträgen erzählten die Abgeordneten, wie ihr Glaube auf ihren Alltag und ihren Beruf wirkt und welche Konsequenzen für sie daraus entstehen. Sie ließen sich aber auch auf unsere Rückfragen ein und gewährten Einblicke hinter die persönlichen Fassaden. Das war nicht nur spannend und unterhaltsam, es löste in mir auch einige Veränderungen aus. Mein Bild dieser Leute war vorher vor allem von medialen Eindrücken und Klischees geprägt gewesen, nun lernte ich sie als Glaubensgeschwister im Zusammenhang schwerer Entscheidungen kennen. Stück für Stück bröckelten in mir einige Vorbehalte, die ich gegen Politiker im Ganzen oder Politiker mit bestimmten Parteihintergründen gehabt hatte. Meine schwarz-weiße Brille schien nicht mehr ohne weiteres zu passen.
Eine Frage nehme ich daher aus diesen „Tagen der Begegnung“ ganz persönlich für mich mit: Was prägt mein Bild von anderen Menschen?
Bei Politikern ist es schwer, sich selbst seine Meinung zu bilden, da bin ich meist auf die Medien angewiesen. Aber wie sieht es mit den Menschen aus, denen ich Tag für Tag begegne? Zählt nur der erste Eindruck? Verlasse ich mich auf das, was andere mir erzählen? Nehme ich mir die Zeit, jemand wirklich kennen zu lernen oder greife ich lieber auf altbewährte Schubladen zurück? Gebe ich mich mit „Fassaden-Bummel“ zufrieden und lasse mich vom äußeren Schein trügen? Oder gehe ich das Risiko ein und klopfe an die Tür? Und was, wenn mir nicht gefällt, was hinter dieser Tür zum Vorschein kommt? Will ich jemand kennenlernen, der schwierig werden könnte, mich persönlich herausfordert? Was wenn ich denjenigen dann nicht so schnell abwimmeln kann oder klar wird, dass er eigentlich meine Hilfe bräuchte?
Gott nimmt dieses Risiko für jeden von uns auf sich. In 1.Samuel 16 Vers 7 lesen wir den Satz: „Der Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“. Gott sieht also direkt durch alle schicken Fassaden und geschlossenen Türen mitten in unser Herz. Er wusste also, auf was für einen Haufen Jesus treffen würde und wie sie mit ihm umgehen würden. Er kennt auch heute jeden von uns und weiß um unsere Schwachstellen und unser Versagen. Und trotzdem lesen wir dann im Neuen Testament(1.Jo 4,10): „Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden.“
Eine Frage nehme ich daher aus diesen „Tagen der Begegnung“ ganz persönlich für mich mit: Was prägt mein Bild von anderen Menschen?
Bei Politikern ist es schwer, sich selbst seine Meinung zu bilden, da bin ich meist auf die Medien angewiesen. Aber wie sieht es mit den Menschen aus, denen ich Tag für Tag begegne? Zählt nur der erste Eindruck? Verlasse ich mich auf das, was andere mir erzählen? Nehme ich mir die Zeit, jemand wirklich kennen zu lernen oder greife ich lieber auf altbewährte Schubladen zurück? Gebe ich mich mit „Fassaden-Bummel“ zufrieden und lasse mich vom äußeren Schein trügen? Oder gehe ich das Risiko ein und klopfe an die Tür? Und was, wenn mir nicht gefällt, was hinter dieser Tür zum Vorschein kommt? Will ich jemand kennenlernen, der schwierig werden könnte, mich persönlich herausfordert? Was wenn ich denjenigen dann nicht so schnell abwimmeln kann oder klar wird, dass er eigentlich meine Hilfe bräuchte?
Gott nimmt dieses Risiko für jeden von uns auf sich. In 1.Samuel 16 Vers 7 lesen wir den Satz: „Der Mensch sieht was vor Augen ist, der Herr aber sieht das Herz an“. Gott sieht also direkt durch alle schicken Fassaden und geschlossenen Türen mitten in unser Herz. Er wusste also, auf was für einen Haufen Jesus treffen würde und wie sie mit ihm umgehen würden. Er kennt auch heute jeden von uns und weiß um unsere Schwachstellen und unser Versagen. Und trotzdem lesen wir dann im Neuen Testament(1.Jo 4,10): „Darin besteht die Liebe: nicht, dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt hat und gesandt seinen Sohn zur Versöhnung für unsere Sünden.“
Er liebt uns, so wie wir sind. Er hat nicht nur Vorurteile über uns, sondern richtige Beurteilungen. Ihm können wir nichts vormachen. Und trotzdem liebt er uns. Er fragt immer wieder nach, interessiert sich für uns und gibt uns Liebe zum weitergeben.
Und ich? Wie ist das nun mit mir? Ich persönlich habe es mir wieder neu vorgenommen, mein jeweiliges Gegenüber so gut wie möglich kennen und verstehen zu lernen. Nicht einfach nur ein kurzes „Hallo, wie geht`s?“, ein Smalltalk und jeder geht seiner Wege. Nein, ich möchte mich wieder neu von Gottes Liebe für mich herausfordern lassen und diese Liebe an andere weitergeben.
Konkret heißt das, vielleicht auch mal bei jemandem genauer nach dem Befinden zu fragen, auch wenn das Risiko besteht, dass sie oder er meine Hilfe braucht.
Einen Mitchristen eine Strecke seines schweren Weges zu begleiten. Auf einen Anderen zugehen, auch wenn wir nicht die dicksten Freunde sind. Liebevoll an Fassaden klopfen und Raum für Ehrlichkeit anbieten. Oder selbst mal ein Stück liebgewonnene Fassade aufgeben und zeigen „Hey, ich bin auch fehlbar und brauche Liebe und Vergebung.“ Denn wenn ich den Anderen wirklich kennen lernen will, braucht es die persönliche Begegnung und nicht vorgefertigte Meinungen, Vorurteile und „schicke Fassaden“.
Aber: Aus eigener Kraft schaffe ich das nicht. Ich bin auf Gott angewiesen, der Liebe und Kraft in Fülle abzugeben hat. Ihn will ich immer wieder um die nötige Liebe, Kraft und Besonnenheit bitten, um auf meinen Nächsten zugehen zu können. Seine Zusage hierzu finden wir im 2.Timotheus 1,7.
In diesem Sinne wünsche ich mir und Ihnen immer wieder solche „Tage der Begegnung“.
Jan-Christoph Tromp
Und ich? Wie ist das nun mit mir? Ich persönlich habe es mir wieder neu vorgenommen, mein jeweiliges Gegenüber so gut wie möglich kennen und verstehen zu lernen. Nicht einfach nur ein kurzes „Hallo, wie geht`s?“, ein Smalltalk und jeder geht seiner Wege. Nein, ich möchte mich wieder neu von Gottes Liebe für mich herausfordern lassen und diese Liebe an andere weitergeben.
Konkret heißt das, vielleicht auch mal bei jemandem genauer nach dem Befinden zu fragen, auch wenn das Risiko besteht, dass sie oder er meine Hilfe braucht.
Einen Mitchristen eine Strecke seines schweren Weges zu begleiten. Auf einen Anderen zugehen, auch wenn wir nicht die dicksten Freunde sind. Liebevoll an Fassaden klopfen und Raum für Ehrlichkeit anbieten. Oder selbst mal ein Stück liebgewonnene Fassade aufgeben und zeigen „Hey, ich bin auch fehlbar und brauche Liebe und Vergebung.“ Denn wenn ich den Anderen wirklich kennen lernen will, braucht es die persönliche Begegnung und nicht vorgefertigte Meinungen, Vorurteile und „schicke Fassaden“.
Aber: Aus eigener Kraft schaffe ich das nicht. Ich bin auf Gott angewiesen, der Liebe und Kraft in Fülle abzugeben hat. Ihn will ich immer wieder um die nötige Liebe, Kraft und Besonnenheit bitten, um auf meinen Nächsten zugehen zu können. Seine Zusage hierzu finden wir im 2.Timotheus 1,7.
In diesem Sinne wünsche ich mir und Ihnen immer wieder solche „Tage der Begegnung“.
Jan-Christoph Tromp