Wort des Monats
Leitartikel des Gemeindebriefes
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Im Glauben wachsen und Reifen
Man sollte annehmen, dass jeder in seinem Leben wachsen und reifen möchte.
Doch so selbstverständlich ist das nicht. In den 80er Jahren schrieb der amerikanische Familientherapeut Dan Kiley ein Buch mit dem Untertitel, „Männer, die nie erwachsen werden wollen“ (gilt natürlich auch für die Frauen). Man nennt
das auch das „Peter-Pan-Syndrom“. Gemeint ist damit eine „Wachstumsverweigerung“ wie bei Peter Pan, der partout nicht erwachsen werden wollte, sondern sein Leben in ewigem Spiel verbrachte und im wahrsten Sinne des Wortes zurück blieb.
Zurück bleiben kann man auch im Glauben, so wie die Gemeinde im Hebräerbrief, Kapitel 5, Vers 11-14: „ … Wer
noch Milch braucht, ist ein kleines Kind und versteht nicht, was die Erwachsenen reden …“, doch „wir sollen zu mündigen Christen heranreifen …“ (Epheser 4, 13),
d. h. innerlich wachsen und reifen. Wachsen und reifen kann man auch, wenn das körperliche Wachstum schon längst abgeschlossen ist, wie in der Liebe, in der Barmherzigkeit, im Charakter, in der Versöhnung, in Beziehungen und was das Leben sonst noch alles umfasst. Doch dies geschieht nicht automatisch. Wachsen und reifen muss man auch wollen. Gott drängt sich nicht auf, aber er bietet seine Hilfe an. Im Gebet können wir ihn um Weisheit bitten (Jakobus 1, 5-8).
Diese Weisheit ist mehr als reines Wissen, weil sie uns aus einer anderen Quelle zufließt. Sie kommt nicht durch unseren Intellekt zustande, sondern sie fließt uns von Gott her zu. Ohne diese Weisheit gibt es kein geistliches Wachsen und Reifen im Glauben. Mit der Weisheit, die uns Gott schenkt, können wir die Show - auch die fromme - durchschauen. Ausgerüstet mit dieser Weisheit des Heiligen Geistes können wir auch Versuchungen standhalten, Wichtiges von Unwichtigem trennen und dadurch erkennen, was wirklich wichtig im Leben ist. Wir sollen auf ein Ziel hin leben und verwandelt werden in das Bild Jesu Christi (Kolosser 3,10).
Doch so selbstverständlich ist das nicht. In den 80er Jahren schrieb der amerikanische Familientherapeut Dan Kiley ein Buch mit dem Untertitel, „Männer, die nie erwachsen werden wollen“ (gilt natürlich auch für die Frauen). Man nennt
das auch das „Peter-Pan-Syndrom“. Gemeint ist damit eine „Wachstumsverweigerung“ wie bei Peter Pan, der partout nicht erwachsen werden wollte, sondern sein Leben in ewigem Spiel verbrachte und im wahrsten Sinne des Wortes zurück blieb.
Zurück bleiben kann man auch im Glauben, so wie die Gemeinde im Hebräerbrief, Kapitel 5, Vers 11-14: „ … Wer
noch Milch braucht, ist ein kleines Kind und versteht nicht, was die Erwachsenen reden …“, doch „wir sollen zu mündigen Christen heranreifen …“ (Epheser 4, 13),
d. h. innerlich wachsen und reifen. Wachsen und reifen kann man auch, wenn das körperliche Wachstum schon längst abgeschlossen ist, wie in der Liebe, in der Barmherzigkeit, im Charakter, in der Versöhnung, in Beziehungen und was das Leben sonst noch alles umfasst. Doch dies geschieht nicht automatisch. Wachsen und reifen muss man auch wollen. Gott drängt sich nicht auf, aber er bietet seine Hilfe an. Im Gebet können wir ihn um Weisheit bitten (Jakobus 1, 5-8).
Diese Weisheit ist mehr als reines Wissen, weil sie uns aus einer anderen Quelle zufließt. Sie kommt nicht durch unseren Intellekt zustande, sondern sie fließt uns von Gott her zu. Ohne diese Weisheit gibt es kein geistliches Wachsen und Reifen im Glauben. Mit der Weisheit, die uns Gott schenkt, können wir die Show - auch die fromme - durchschauen. Ausgerüstet mit dieser Weisheit des Heiligen Geistes können wir auch Versuchungen standhalten, Wichtiges von Unwichtigem trennen und dadurch erkennen, was wirklich wichtig im Leben ist. Wir sollen auf ein Ziel hin leben und verwandelt werden in das Bild Jesu Christi (Kolosser 3,10).
So gehört zur Reife und einem gesunden Wachstum im Glauben auch das Vorwärtsschauen. Jakobus spricht dabei von der „Vollkommenheit“. Das neutestamentliche Wort «vollkommen», griechisch teleios, bedeutet «zielbewusst». Es beschreibt nicht einen Zustand, den man erreicht (oder eben nicht), sondern eine Richtung, in die man unterwegs ist. Ich lasse mich nicht mehr von jedem Wind vom Kurs ablenken, sondern segle vorwärts: entweder mit dem oder zur Not auch gegen den Wind. Aber ich habe einen Kurs. Wer so unterwegs ist, ist „reif“ für den Himmel.
Walter Stingel
Prediger