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„Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an
Gott und glaubt an mich!“ Jesus Christus in Johannes 14,1
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In unserer globalisierten Gesellschaft eine klare Orientierung im Leben zu finden ist nicht immer ganz einfach. Verwirrend sind vor allem die vielen komplizierten und verführerischen Wegweiser, die uns alle zu einem „besseren und schöneren Leben“ verhelfen wollen. Dies gilt auch für die christliche Kultur. Doch am Ende führen viele dieser „Pseudowegweiser“ in eine Sackgasse. Die Vielzahl der Möglichkeiten, das Heer der Wegzeiger: "Hier geht's zum Leben" macht unser Leben anstrengend und es gibt immer mehr Menschen, die mit ihrem Lebensschiff in der Orientierungslosigkeit unserer Zeit Schiffbruch erleiden.
Doch Gott hat auch im Internet-Zeitalter und der Globalisierung den Überblick nicht verloren. Er kennt unsere Ängste und Sorgen und er weiß auch, was unserem Leben gut tut und was nicht. So passt auch die Jahreslosung in diese immer komplizierter werdende Weltsituation hinein: „Euer Herz erschrecke nicht, glaubt an Gott und glaubt an mich!“ An das an ihn glauben und ihm vertrauen ist eine Verheißung gebunden. Gott will aber auch, dass wir unsere Grundausrichtung auf ihn abstimmen.
Diese Grundausrichtung für unser Leben finden wir in seinem Wort, in der Bibel. Da zeigt er uns den Weg, gibt uns Orientierungspunkte und macht uns klar, wo es lang geht. Gottes Bereitschaft uns zu führen und zu leiten geht so weit, dass er auch dazu in der Lage ist, uns in konkreten Situationen zu zeigen, welche Schritte wir tun sollen. Das tut er sicherlich nicht dadurch, dass er uns alle Entscheidungen unseres Lebens abnimmt. Er wird uns auch nicht am frühen Morgen einen Zettel auf den Nachttisch legen, wo alles draufsteht sondern er lässt uns die Freiheit und die Wahl. Er ermutigt uns, unseren Verstand einzusetzen und auch aufgrund menschlicher Wegweiser die verschiedenen Optionen zu prüfen. Er freut sich, wenn wir zu ihm beten und ihn um Rat fragen. Die Antwort wird nicht ausbleiben. Vielleicht erscheint sie in der Form der Ruhe und Gelassenheit in einer schwierigen Lebensphase oder auch um Bewahrung vor einer Lebensfalle. Er lässt uns auch den Alltag in der richtigen Relation sehen und bewahrt uns vor Überreaktionen und Panikmache. Er kann unsere Blicke aber auch vom Diesseits auf das Jenseits lenken. Er hat mit seiner Auferstehung den Tod überwunden und uns damit den Weg in die Ewigkeit vorbereitet.
Auf dem Weg dorthin will er uns begleiten, will mit uns leben, jeden Tag und jede Stunde, uns verändern und uns vorbreiten auf die neue Wohnsituation jenseits des Grabes. Jesus ist der Wegweiser zum Leben und wer diesen Weg
gefunden hat, zeigt ihn auch anderen.
Ich wünsche allen Lesern, Mitgliedern und Freunden der Mainzer Stadtmission ein besinnliches Weihnachtsfest und ein
gesegnetes Neues Jahr 2010.
Walter Stingel
Prediger